Sebastiaan Krol könnte es sich einfach machen. Als Vertreter der Kreislaufwirtschaft hat der Geschäftsführer von Interzero ohnehin einen Nachhaltigkeitsaufkleber auf der Stirn. Sein Unternehmen, das der gebürtige Niederländer seit Anfang 2022 führt, unterstützt andere Hersteller dabei, ihre Stoffströme zu schließen. Verpackungen in Form von Papier, Folien und Plastik, IT-Equipment wie Schaltanlagen oder Zwölf-Gang-Getriebe in der Autoindustrie: In diesen Feldern versprechen Krol und seine Mitarbeiter Fortschritt für Kunden.
Dabei besitzt Interzero Circular Solutions, das spezialisierte Geschäft von Interzero, das Krol als Vorstandsvorsitzender führt, selbst kaum Anlagen. Stattdessen kauft es Anlagekapazitäten anderswo hinzu und stellt aus den Reststoffen wieder Produkte her, die für die Wertschöpfung anderer relevant sind. 2 Millionen Tonnen Rohstoffe führt das Unternehmen, das über die Holding auch mit dem Entsorger Alba verbunden ist, in den Kreislauf zurück. Darunter ist ein Drittel der insgesamt 2,8 Millionen Tonnen Abfall aus dem Gelben Sack. Also wie gesagt, einen Nachhaltigkeitsaufkleber hat Krol ohnehin auf der Stirn.